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USA setzen Quanten-Ziel für 2028: Neue Offensive bei Quantencomputern und Cybersicherheit

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Juni
24

Die US-Regierung hat eine neue Quantentechnologie-Offensive gestartet. Zwei Verordnungen sollen die Entwicklung von Quantencomputern beschleunigen, Quantensensoren in die Praxis bringen und gleichzeitig die staatliche IT auf die Zeit nach klassischen Verschlüsselungsverfahren vorbereiten. Besonders viel Aufmerksamkeit erhält dabei ein mögliches Zieljahr: 2028.

Zwei neue Verordnungen sollen Quantentechnik vorantreiben

US-Präsident Donald Trump hat am 22. Juni 2026 zwei neue Verordnungen unterzeichnet. Die erste konzentriert sich auf Quantenforschung, Sensorik, Netzwerke und industrielle Lieferketten. Die zweite widmet sich der Cybersicherheit und der Einführung sogenannter Post-Quanten-Kryptografie.

Ziel ist es, die technologische Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten Staaten langfristig zu sichern und gleichzeitig auf mögliche Bedrohungen durch zukünftige Quantencomputer vorbereitet zu sein.

Die Regierung spricht dabei von einem Forschungsquantencomputer, der wissenschaftliche Anwendungen ermöglichen und klassische Systeme in bestimmten Bereichen übertreffen soll.

Warum das Jahr 2028 mit Vorsicht betrachtet werden muss

Obwohl Regierungsvertreter 2028 als erreichbares Ziel genannt haben, ist dieses Datum nicht als verbindliche Lieferfrist festgeschrieben. Tatsächlich müssen zunächst technische Anforderungen, Finanzierungsmodelle und mögliche Industriepartnerschaften definiert werden.

Noch offen sind unter anderem:

  • Welche Qubit-Technologie eingesetzt werden soll
  • Wie viele physische oder logische Qubits benötigt werden
  • Welche Fehlerraten akzeptabel sind
  • Welche konkreten wissenschaftlichen Anwendungen priorisiert werden

Damit bleibt die 2028-Marke vor allem eine politische Zielsetzung und noch kein garantierter Termin für einen fertigen Quantenrechner.

Quantensensoren sollen deutlich schneller einsatzbereit sein

Konkreter wird die Regierung bei Quantensensoren. Das US-Verteidigungsministerium soll innerhalb kurzer Zeit mehrere priorisierte Projekte auswählen, die bis September 2028 einsatzbereit sein sollen.

Solche Sensoren könnten beispielsweise für Navigation ohne GPS, hochpräzise Messungen oder militärische Anwendungen genutzt werden. Viele Experten halten Quantensensoren derzeit für deutlich näher an praktischen Anwendungen als universelle Quantencomputer.

Gerade in Bereichen wie Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung könnten sie schon in wenigen Jahren eine wichtige Rolle spielen.

Post-Quanten-Kryptografie wird zum Pflichtprogramm

Mindestens genauso wichtig ist die zweite Verordnung. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie staatliche Systeme gegen zukünftige Quantenangriffe geschützt werden können.

Der Hintergrund: Leistungsfähige Quantencomputer könnten eines Tages aktuelle Verschlüsselungsverfahren brechen. Deshalb sollen besonders wichtige Regierungssysteme schrittweise auf neue kryptografische Standards umgestellt werden.

Die wichtigsten Fristen:

  • Pilotprojekte bis Ende 2027
  • Quantensicherer Schlüsselaustausch bis Ende 2030
  • Quantensichere digitale Signaturen bis Ende 2031

Dabei greift die Regierung auf bereits veröffentlichte Standards des US-Standardisierungsinstituts NIST zurück.

Technologiewettbewerb mit China bleibt zentraler Faktor

Neben Forschung und Sicherheit spielt auch Geopolitik eine wichtige Rolle. Die Vereinigten Staaten sehen Quantentechnologien als strategisches Zukunftsfeld, in dem China ebenfalls massiv investiert.

Die neuen Maßnahmen sollen daher nicht nur Forschung fördern, sondern auch Lieferketten stärken, Fertigungskapazitäten sichern und den Zugang zu kritischen Technologien verbessern.

Für die USA geht es dabei um weit mehr als einzelne Quantencomputer. Entscheidend sind langfristig auch Halbleiter, Spezialmaterialien, Lasertechnik, Software und hochqualifizierte Fachkräfte.

Was die Ankündigung tatsächlich bedeutet

Die neuen Verordnungen sind deutlich mehr als eine symbolische Ankündigung. Sie schaffen konkrete Fristen für Sensorik, Kryptografie und technische Planungen.

Trotzdem bleibt der eigentliche Quantencomputer das größte Fragezeichen. Ob bis 2028 tatsächlich ein wissenschaftlich relevanter Durchbruch gelingt, hängt weniger von politischen Ankündigungen als von technischen Fortschritten bei Fehlerkorrektur, Stabilität und Skalierbarkeit ab.

Die kommenden Monate dürften zeigen, wie ambitioniert die Pläne tatsächlich sind – und ob die USA ihrem selbst gesetzten Quanten-Zeitplan näherkommen.

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Quelle: USA setzen Quanten-Ziel für 2028: Neue Offensive bei Quantencomputern und Cybersicherheit