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Steam Machine erreicht 4K60 nur mit Upscaling: Valve setzt ab Werk auf 1080p

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Juni
24

Valves neue Steam Machine kann das beworbene Ziel von 4K-Gaming mit 60 FPS in vielen Fällen erreichen, aber nicht so, wie manche Spieler es vielleicht erwarten würden. Erste Benchmarks zeigen: Die kompakte Konsole-PC-Hybridmaschine ist stark genug, um moderne Spiele ordentlich darzustellen, ist bei höheren Auflösungen aber klar auf Upscaling angewiesen.

Ab Werk setzt Valve deshalb auf 1080p als Standardauflösung. Nutzer können zwar 1440p oder 4K auswählen, doch für die beste Erfahrung aus der Verpackung heraus priorisiert Valve offenbar Stabilität, Bildrate und Lautstärke statt maximaler nativer Auflösung.

4K60 ist möglich, aber meist nicht nativ

Valve bewirbt die Steam Machine mit 4K-Gaming bei 60 FPS mit FSR. Genau dieser Zusatz ist entscheidend. FSR steht für AMDs Upscaling-Technik FidelityFX Super Resolution. Dabei wird das Spiel intern in niedrigerer Auflösung gerendert und anschließend auf eine höhere Ausgabeauflösung hochskaliert.

Das ist kein ungewöhnlicher Trick. Auch PlayStation 5, Xbox Series X und viele PC-Spiele nutzen dynamische Auflösung, Upscaling oder Performance-Modi, um hohe Bildraten und schärfere Darstellung unter einen Hut zu bringen. Die Steam Machine reiht sich damit eher in die aktuelle Konsolenlogik ein, statt echtes natives 4K60 in modernen Titeln zu liefern.

In weniger anspruchsvollen oder älteren Spielen kann 4K60 realistischer sein. Bei aktuellen AAA-Titeln braucht es dagegen reduzierte Grafikdetails, FSR und oft auch niedrigere interne Renderauflösungen.

Benchmarks zeigen Leistung auf Konsolenniveau

Erste Tests ordnen die Steam Machine in etwa dort ein, wo viele sie erwartet haben: Sie kann sich mit aktuellen Konsolen messen, ist aber kein High-End-PC. Besonders bei 1080p und 1440p liefert das System eine solide Vorstellung. Bei 4K hängt sehr viel davon ab, wie aggressiv FSR eingesetzt wird und welche Detailstufe gewählt ist.

In Cyberpunk 2077 sind laut ersten Benchmarks mit niedrigen Grafikpresets und FSR im Performance-Modus Bildraten oberhalb von 60 FPS möglich. Bei anderen modernen Spielen wird es enger. Forza Horizon 6 soll knapp unter der 60-FPS-Marke liegen, während ältere Titel wie Shadow of the Tomb Raider oder Horizon Zero Dawn näher am beworbenen Ziel arbeiten.

Damit zeigt sich ein klares Muster: Die Steam Machine ist kein Gerät für kompromissloses 4K mit hohen Details. Sie ist eher ein kompakter Wohnzimmer-PC, der mit angepassten Settings und Upscaling ordentliche Ergebnisse liefern soll.

Warum Valve 1080p als Standard nutzt

Auffällig ist, dass Valve 1080p als Standardauflösung voreinstellt. Das wirkt auf den ersten Blick überraschend, weil das Marketing stark mit 4K60 arbeitet. Aus technischer Sicht ergibt es aber Sinn.

1080p bietet mehr Leistungsreserven, stabilere Framerates und weniger Risiko für schlechte Ersteindrücke. Wer die Steam Machine anschließt und sofort losspielt, soll eine möglichst flüssige Erfahrung bekommen. Ein automatischer Start in 4K könnte dagegen dazu führen, dass anspruchsvolle Spiele schlechter laufen und Nutzer direkt mit Rucklern, reduzierten Details oder aggressivem Upscaling konfrontiert werden.

Die Auflösung lässt sich in den Systemeinstellungen ändern. Außerdem können Spieler pro Spiel eigene Einstellungen wählen. Damit bleibt die Steam Machine flexibler als eine klassische Konsole, verlangt aber auch etwas mehr Verständnis für Grafikoptionen.

Technische Daten der Steam Machine

BereichAusstattung
CPUAMD Zen 4
CPU-Kerne6 Kerne, 12 Threads
Maximale CPU-Taktrate4,8 GHz
GPUAMD RDNA 3
GPU-Einheiten28 Compute Units
Maximale GPU-Taktrate2,45 GHz
VRAM8 GB GDDR6
Arbeitsspeicher16 GB DDR5
NetzwerkEthernet, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3
Controller-VerbindungIntegrierter drahtloser Steam-Controller-Adapter mit 2,4 GHz
BildausgängeDisplayPort 1.4, HDMI 2.0
USB vorne2× USB-A 3.2 Gen 1
USB hinten2× USB-A 2.0, 1× USB-C 3.2 Gen 2
Abmessungen152 × 156 × 162,4 mm
BetriebssystemSteamOS 3
Speicheroptionen512 GB oder 2 TB

Preise und Varianten im Überblick

VarianteSpeicherController enthaltenPreis
Steam Machine512 GBNein1.039 Euro
Steam Machine Bundle512 GBJa1.108 Euro
Steam Machine2 TBNein1.359 Euro
Steam Machine Bundle2 TBJa1.428 Euro

Kleine Box, stabile Kühlung

Positiv fällt in den ersten Eindrücken auf, dass Valve die Kühlung offenbar gut im Griff hat. Die Steam Machine ist nur etwas größer als ein GameCube und deutlich kompakter als eine PlayStation 5 oder Xbox Series X. Trotzdem soll sie auch bei längerer Last kühl und leise bleiben.

Das ist für ein Wohnzimmergerät entscheidend. Ein kleiner Gaming-PC kann auf dem Papier attraktiv sein, verliert aber schnell seinen Reiz, wenn er laut wird oder seine Leistung nach längeren Sessions reduziert. Valve scheint hier stark auf ein durchdachtes Gehäuse, große Kühlflächen und kontrollierte Leistungsaufnahme gesetzt zu haben.

Gerade für Nutzer, die PC-Spiele ohne klassischen Desktop unter dem Fernseher spielen wollen, ist dieser Punkt wichtiger als ein paar zusätzliche FPS in Benchmarks.

Hardware ist solide, aber nicht billig

Technisch setzt die Steam Machine auf eine semi-custom AMD-Zen-4-CPU mit sechs Kernen und zwölf Threads, eine RDNA-3-GPU mit 28 Compute Units, 8 GB GDDR6-VRAM, 16 GB DDR5-RAM und SteamOS 3. Dazu kommen Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, Ethernet, DisplayPort 1.4, HDMI 2.0 und mehrere USB-Anschlüsse.

Die Preise fallen allerdings hoch aus. In Deutschland startet die 512-GB-Version ohne Controller bei 1.039 Euro. Mit Steam Controller steigt der Preis auf 1.108 Euro. Die 2-TB-Version kostet 1.359 Euro ohne Controller und 1.428 Euro im Bundle.

Damit ist die Steam Machine deutlich teurer als klassische Konsolen. Gleichzeitig bietet sie mehr Offenheit, SteamOS, Zugriff auf die PC-Bibliothek und die Flexibilität eines kompakten Rechners. Der Preis dürfte trotzdem einer der größten Diskussionspunkte bleiben.

FSR 4 könnte später wichtig werden

Ein weiterer spannender Punkt ist Valves Zusammenarbeit mit AMD an FSR 4 für die Steam Machine. Aktuell hängt die Bildqualität stark davon ab, wie gut FSR in einzelnen Spielen arbeitet. Gerade bei 4K-Ausgabe aus niedriger interner Auflösung kann Upscaling sichtbar schwanken.

Wenn FSR 4 auf der Steam Machine verfügbar wird und in Spielen breit unterstützt wird, könnte das die Bildqualität deutlich verbessern. Besonders in Bewegung, bei feinen Details und bei niedrigeren Ausgangsauflösungen wäre ein Fortschritt wichtig.

Für Valves 4K60-Versprechen ist Upscaling ohnehin der Schlüssel. Je besser die Rekonstruktion arbeitet, desto überzeugender kann die Steam Machine am 4K-Fernseher wirken.

Steam Machine ist eher 1080p-Plus als echter 4K-PC

Die Steam Machine erfüllt Valves 4K60-Versprechen nur mit wichtigen Einschränkungen. Ja, 4K-Ausgabe mit 60 FPS ist in vielen Fällen möglich. Nein, das bedeutet nicht automatisch natives 4K mit hohen Details in modernen AAA-Spielen.

Realistischer ist die Einordnung als kompaktes 1080p- bis 1440p-Gerät, das per FSR auf 4K ausgeben kann. Genau so funktionieren auch viele Performance-Modi aktueller Konsolen. Der Unterschied ist, dass Valve durch SteamOS und PC-Optionen mehr Einstellmöglichkeiten bietet.

Für Nutzer, die ein leises, kompaktes Steam-Gerät fürs Wohnzimmer suchen, kann die Steam Machine spannend sein. Wer dagegen für über 1.000 Euro kompromissloses 4K-Gaming erwartet, dürfte enttäuscht werden.

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Quelle: Steam Machine erreicht 4K60 nur mit Upscaling: Valve setzt ab Werk auf 1080p