NVIDIA hat auf der GTC 2026 weitere Details zur Neural Texture Compression genannten Technologie vorgestellt, die den VRAM-Verbrauch von Spielen um bis zu das Siebenfache reduzieren soll. In einer Technologiedemonstration zeigte NVIDIA, wie eine Szene mit einer toskanischen Villa ihren Textur-Speicherbedarf von 6,5 GB auf lediglich 970 MB senkt – bei nahezu identischer Darstellungsqualität.
Wie Neural Texture Compression funktioniert
Traditionelle Spieletexturen nutzen blockbasierte Kompressionsformate wie BCn, etwa BC5, BC6 oder BC7, die in 4×4-Pixelblöcken arbeiten und direkt von der GPU gerendert werden. NVIDIA ersetzt diesen Ansatz durch kleine neuronale Netze, die trainiert wurden, die gewünschte Textur- und Materialdarstellung mit einem Bruchteil des Speicherbedarfs herkömmlicher Formate zu erzeugen. Statt Gigabytes an VRAM für Texturdaten zu belegen, emuliert NTC die Texturausgabe auf Basis dieser neuronalen Netze.
Das neuronale Netz lernt dabei, wie ein einzelner Texel – das Grundpixel einer Texturkarte – auf einem bestimmten Material aussieht. NVIDIA hat diese Netze für nahezu alle gängigen Spielmaterialien trainiert, sodass die Technologie direkt in bestehende Entwicklungs-Pipelines integriert werden kann.
Zwei Anwendungsszenarien für Entwickler
Das Ergebnis der NTC-Integration hängt von den Prioritäten des jeweiligen Spieleentwicklers ab. Wer den VRAM-Bedarf senken will, erreicht mit NTC drastisch kleinere Texturgrößen bei gleichbleibender Darstellungsqualität. Wer stattdessen denselben VRAM-Budget beibehält, kann deutlich komplexere Materialdarstellungen erzielen als mit herkömmlichen BCn-Formaten.
In der Interieur-Demo mit detailliertem Geschirr zeigte NVIDIA, dass NTC bei identischem VRAM-Einsatz von 970 MB die verkleinerten BCn-Texturen in der Qualität übertrifft. Die Technologie liefert in diesem Fall entweder eine realistischere Ausgabe über der Basis-Texturschicht oder hält die bisherige Qualität bei massiv reduziertem Speicherbedarf.
Bedeutung für Spieler mit wenig VRAM
Neural Texture Compression könnte besonders für Spieler mit Grafikkarten im unteren und mittleren VRAM-Bereich relevant werden. Wenn Entwickler NTC implementieren, könnten Spiele mit komplexeren Umgebungen und hochauflösenden Materialien auch auf Systemen mit begrenztem Grafikkartenspeicher lauffähig sein, ohne dass sichtbare Qualitätseinbußen entstehen. Konkrete Ankündigungen zur Integration in kommende Spieletitel hat NVIDIA bislang nicht gemacht.
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Quelle: NVIDIA Neural Texture Compression: VRAM-Bedarf sinkt von 6,5 GB auf 970 MB

by BlackRabbitZ