Der PC-Markt bleibt auch 2026 angespannt. Nach Einschätzung von MSI dürfte sich die Versorgung mit Speicher und Grafikkarten vorerst nicht deutlich verbessern. Während bei Prozessoren ab dem dritten Quartal etwas Entspannung möglich sein soll, bleiben DRAM, NAND, GDDR-Speicher und GPUs laut aktuellen Berichten bis zum Jahresende knapp.
MSI sieht weiter Druck bei Speicher und Grafikkarten
Laut einem Bericht von Wccftech hat sich MSI-Chairman Hsu Hsiang zur aktuellen Marktlage geäußert. Demnach rechnet der Hersteller weiterhin mit Engpässen bei Speicherprodukten und Grafikkarten. Besonders betroffen sind Komponenten, die für Gaming-PCs, Notebooks, Komplettsysteme und den DIY-Markt zentral sind.
Bei CPUs soll sich die Lage dagegen etwas verbessern. Ab dem dritten Quartal könnte die Versorgung mit Prozessoren wieder planbarer werden. Für Käufer löst das jedoch nur einen Teil des Problems, denn ein Gaming-PC bleibt teuer, wenn Grafikkarten, RAM und SSDs weiterhin unter Preisdruck stehen.
| Bereich | Einschätzung laut Bericht | Mögliche Auswirkung |
|---|---|---|
| CPUs | Bessere Versorgung ab Q3 möglich | Systeme werden planbarer |
| GPUs | Engpässe halten weiter an | Höhere Preise, geringere Verfügbarkeit |
| DRAM / DDR5 | Weiter unter Druck | Teurere PCs und Notebooks |
| GDDR-Speicher | Kritisch für Grafikkarten | Steigende GPU-Kosten |
| SSDs / NAND | Ebenfalls betroffen | Höhere Preise bei Speicherausstattung |
KI-Boom bindet Kapazitäten
Der wichtigste Treiber bleibt die enorme Nachfrage aus dem KI- und Rechenzentrumsmarkt. Große Anbieter kaufen weiterhin massive Mengen an GPUs, Speicher und Fertigungskapazitäten. Dadurch geraten klassische PC-Komponenten zunehmend unter Druck.
Besonders kritisch ist die Lage, weil moderne Systeme stark von schnellem Speicher abhängen. Aktuelle Plattformen von AMD und Intel setzen weitgehend auf DDR5, während neue Grafikkarten schnellen GDDR-Speicher benötigen. Wenn genau diese Bausteine knapp bleiben, steigen die Kosten an mehreren Stellen gleichzeitig.
Höhere Preise für Gaming-PCs und Notebooks möglich
MSI hatte bereits im Frühjahr vor einem schwierigen Jahr gewarnt. Berichten zufolge lag die verfügbare Nvidia-GPU-Menge zeitweise deutlich unter der Marktnachfrage. Gleichzeitig standen Preissteigerungen von 15 bis 30 Prozent für Gaming-Produkte im Raum.
Für Endkunden bedeutet das: Wer 2026 einen neuen Gaming-PC oder ein Notebook kaufen möchte, sollte nicht automatisch mit schnell fallenden Preisen rechnen. Besonders Systeme mit viel DDR5-RAM, schneller SSD und leistungsstarker Grafikkarte könnten teuer bleiben.
Günstige Systeme könnten besonders betroffen sein
Problematisch ist die Lage vor allem im Einstiegs- und Mittelklassebereich. Wenn Komponenten knapp sind, priorisieren Hersteller häufig margenstärkere Produkte. Dadurch können teurere Gaming-Notebooks und High-End-Grafikkarten besser verfügbar sein, während günstige Komplettsysteme oder preiswerte GPUs unattraktiver kalkuliert werden.
Auch ältere Plattformen könnten dadurch wieder interessanter werden. Wer bereits ein DDR4-System besitzt, kann unter Umständen günstiger aufrüsten. Bei neuen Plattformen ist dieser Ausweg jedoch begrenzt, da aktuelle AMD- und Intel-Systeme inzwischen stark auf DDR5 ausgelegt sind.
Einschätzung
MSIs Einschätzung zeigt, dass die PC-Branche auch 2026 nicht mit einer schnellen Normalisierung rechnen sollte. Selbst wenn CPUs wieder besser verfügbar werden, bleiben Speicher und Grafikkarten die entscheidenden Kostentreiber. Für Käufer dürfte es daher wichtiger denn je werden, Preise genau zu vergleichen und Aufrüstungen gezielt zu planen.
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Quelle: MSI warnt vor anhaltender Speicher- und GPU-Knappheit bis Ende 2026

by BlackRabbitZ