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AMD untersucht Treiberfehler: Smart Access Memory wird unter Windows 10 offenbar deaktiviert

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Juni
29

Mehrere Nutzer berichten derzeit über ein Problem mit aktuellen AMD-Grafiktreibern unter Windows 10. Offenbar kann ein Treiberfehler dazu führen, dass Smart Access Memory (SAM) beziehungsweise Resizable BAR deaktiviert wird, obwohl die Funktion im BIOS weiterhin aktiviert ist. Die Folge sollen Leistungseinbußen in Spielen, Instabilitäten und teilweise sogar Abstürze sein.

Smart Access Memory verschwindet trotz aktivierter BIOS-Einstellungen

Smart Access Memory ermöglicht es kompatiblen Ryzen-Prozessoren, auf den gesamten Videospeicher einer Radeon-Grafikkarte zuzugreifen. Dadurch lassen sich Speicherengpässe reduzieren und in vielen Spielen zusätzliche Leistung erzielen.

Laut aktuellen Community-Berichten verschwindet die Funktion nach bestimmten Treiberinstallationen jedoch aus der Radeon-Software. Betroffene Nutzer geben an, dass Resizable BAR sowie Above 4G Decoding im BIOS weiterhin aktiviert sind, AMD Adrenalin Smart Access Memory jedoch als deaktiviert anzeigt.

Das deutet darauf hin, dass die Ursache nicht im BIOS, sondern im Grafiktreiber beziehungsweise dessen Kommunikation mit Windows 10 liegt.

Problem trat nach früherem Windows-10-Treiberfehler auf

Die Berichte stehen offenbar im Zusammenhang mit einem bereits bekannten Treiberproblem, bei dem Windows 10 Radeon-Grafikkarten teilweise nicht mehr korrekt erkannte.

Viele Anwender konnten dieses Problem zunächst lösen, indem sie:

  1. den AMD-Grafiktreiber mit Display Driver Uninstaller (DDU) im abgesicherten Modus entfernten,
  2. den PC offline neu starteten,
  3. anschließend eine saubere Neuinstallation des Treibers durchführten.

Nach erfolgreicher Neuinstallation stellten zahlreiche Nutzer jedoch fest, dass Smart Access Memory plötzlich deaktiviert war.

Leistungsverlust und Instabilitäten in Spielen

Da Smart Access Memory den Zugriff der CPU auf den gesamten Grafikspeicher ermöglicht, kann eine Deaktivierung die Performance in unterstützten Spielen beeinträchtigen.

Betroffene Anwender berichten unter anderem über:

  • niedrigere Bildraten
  • unregelmäßige Frametimes
  • Instabilitäten
  • Spielabstürze
  • wiederholte Windows-Meldungen über geänderte Hardware

Als mögliche Ursache wird derzeit ein Konflikt zwischen AMD Adrenalin Edition 26.1.1 und Windows 10 vermutet.

AMD arbeitet offenbar bereits an einer Lösung

Nach bisherigen Informationen untersucht AMD das Problem bereits. Eine offizielle Fehlerbehebung wurde bislang jedoch noch nicht veröffentlicht.

Bis dahin kursieren verschiedene Workarounds innerhalb der Community. Einige Nutzer berichten, dass folgende Maßnahmen geholfen haben:

  • Überprüfung der Monitor-Bildwiederholrate
  • erneutes Aktivieren der Variable Refresh Rate (VRR) in AMD Adrenalin
  • mehrfaches Neustarten des Systems

Ob diese Methoden dauerhaft funktionieren, lässt sich derzeit allerdings nicht allgemein bestätigen.

Windows-10-Treiber bereiteten zuletzt mehrfach Probleme

Es handelt sich nicht um den ersten Fehler, der Windows-10-Nutzer mit aktuellen Radeon-Treibern betrifft. Erst kürzlich veröffentlichte AMD den Adrenalin 26.6.3 Preview Hotfix, um Kompatibilitätsprobleme der Version 26.6.2 mit Radeon-RX-7000-Grafikkarten unter Windows 10 zu beheben.

Die neuen Berichte deuten darauf hin, dass weiterhin einzelne Probleme im Zusammenspiel zwischen Windows 10 und den aktuellen Radeon-Treibern bestehen könnten.

Einschätzung

Bislang handelt es sich überwiegend um Community-Berichte, eine offizielle Stellungnahme mit technischen Details steht noch aus. Sollten sich die Meldungen bestätigen, könnte die unbeabsichtigte Deaktivierung von Smart Access Memory spürbare Auswirkungen auf die Gaming-Leistung kompatibler Systeme haben. Betroffene Nutzer sollten prüfen, ob SAM in der Adrenalin-Software weiterhin aktiv ist, und die Veröffentlichung eines offiziellen Treiberupdates im Auge behalten.

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Quelle: AMD untersucht Treiberfehler: Smart Access Memory wird unter Windows 10 offenbar deaktiviert