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AMD könnte Preise für Radeon-GPUs und GDDR6-Speicher anheben

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Juli
01

Auf Käufer von Radeon-Grafikkarten könnten in den kommenden Wochen höhere Preise zukommen. Einem neuen Bericht zufolge soll AMD seine Board-Partner über bevorstehende Preisanpassungen informiert haben. Betroffen wären sowohl die Grafikprozessoren selbst als auch der dazugehörige GDDR6-Grafikspeicher. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens steht allerdings noch aus.

Bericht spricht von rund zehn Prozent höheren Einkaufspreisen

Die Informationen stammen aus einem Beitrag im chinesischen Board Channels Forum, auf den VideoCardz aufmerksam gemacht hat. Demnach sollen mehrere Quellen aus der Lieferkette berichten, dass AMD die Preise für GPUs und GDDR6-Speicher um etwa 10 Prozent erhöhen will.

Zu den genannten Board-Partnern gehören unter anderem:

  • Sapphire
  • ASUS
  • XFX
  • HannStar

Laut dem Bericht könnten die neuen Preise bereits im Laufe des Juli in Kraft treten.

Steigende Speicherkosten als möglicher Auslöser

Als Grund für die geplanten Preisanpassungen werden die weiterhin angespannte Versorgungslage bei Grafikspeicher sowie steigende Einkaufspreise genannt.

Die Speicherhersteller kämpfen seit Monaten mit einer hohen Nachfrage, die vor allem durch den KI- und Rechenzentrumsmarkt getrieben wird. Gleichzeitig verteuern sich GDDR6- und andere Speicherbausteine, was sich unmittelbar auf die Produktionskosten von Grafikkarten auswirken kann.

AMD liefert seinen Board-Partnern sowohl den Grafikprozessor als auch den dazugehörigen Videospeicher. Steigen diese Einkaufspreise, erhöhen sich entsprechend auch die Herstellungskosten der fertigen Grafikkarten.

Auswirkungen auf Endkunden möglich

Sollten sich die Berichte bestätigen, dürften viele Hersteller die höheren Kosten zumindest teilweise an Käufer weitergeben.

Allerdings erfolgt eine solche Anpassung meist zeitversetzt. Bereits produzierte Lagerbestände gelangen zunächst noch zu den bisherigen Konditionen in den Handel, bevor sich neue Einkaufspreise auf die Straßenpreise auswirken.

Ob und in welchem Umfang Händler die Erhöhungen weiterreichen, dürfte zudem von Faktoren wie Lagerbeständen, Wettbewerb und regionaler Nachfrage abhängen.

Radeon-Karten derzeit weiterhin konkurrenzfähig

Trotz zuletzt leicht steigender Preise gelten viele Modelle der aktuellen Radeon-RX-9000-Serie weiterhin als preislich attraktiv gegenüber vergleichbaren GeForce-Grafikkarten von NVIDIA.

Sollte AMD die Einkaufspreise tatsächlich erhöhen, könnte sich dieser Preisvorteil jedoch zumindest teilweise verringern.

Einschätzung

Derzeit basiert die Meldung ausschließlich auf Informationen aus der Lieferkette und wurde von AMD bislang nicht bestätigt. Dennoch würde eine Preiserhöhung gut zu den anhaltenden Entwicklungen im Speichermarkt passen, der seit Monaten unter hoher Nachfrage und steigenden Kosten leidet. Ob die angekündigten rund zehn Prozent tatsächlich umgesetzt werden und wie stark sich dies auf die Endkundenpreise auswirkt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

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Quelle: AMD könnte Preise für Radeon-GPUs und GDDR6-Speicher anheben