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AMD dominiert, Intel stagniert: Nur 825 CPUs in KW 13 bei Mindfactory verkauft

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März
31
Die wöchentlichen Mindfactory-Verkaufszahlen für Kalenderwoche 13/2026 markieren ein neues Rekordtief: Nur 825 Prozessoren wechselten den Besitzer – 89 Prozent davon von AMD. X3D-CPUs dominieren, Intel ist nahezu unsichtbar, und die Speicherkrise bremst den gesamten Markt.

 

Der deutsche Online-Händler Mindfactory gilt als verlässlicher Seismograph für den heimischen PC-Markt. Woche für Woche veröffentlicht der X-Nutzer TechEpiphany die Verkaufszahlen des Händlers und liefert damit einen der wenigen öffentlich zugänglichen Einblicke in das reale Kaufverhalten deutscher Hardware-Enthusiasten. Die aktuellen Zahlen aus Kalenderwoche 13 des Jahres 2026 zeichnen ein eindeutiges Bild: Der CPU-Markt befindet sich in einer tiefen Flaute, AMD dominiert nach wie vor klar, und Intel spielt kaum eine Rolle. Gleichzeitig sorgt die anhaltende Speicherkrise für ein insgesamt hardware-feindliches Klima, das Kaufentscheidungen massiv bremst.

Rekordtief: Nur 825 Prozessoren in einer Woche

Die Zahlen aus KW 13 sind alarmierend: Lediglich 825 Prozessoren wurden bei Mindfactory abgesetzt – ein neues Rekordtief. Zum Vergleich: Noch im November 2024 wurden allein vom Ryzen 7 9800X3D innerhalb weniger Wochen über 8.650 Einheiten bei Mindfactory bestellt. Damals war die CPU binnen Minuten ausverkauft, Scalper verlangten auf eBay bis zu 900 Euro für ein Exemplar.

Von den 825 verkauften Prozessoren in KW 13 entfielen 735 Einheiten auf AMD und lediglich 90 auf Intel. Das entspricht einem AMD-Marktanteil von rund 89 Prozent bei Mindfactory. Dieses Verhältnis ist kein Ausreißer, sondern spiegelt einen langfristigen Trend wider: AMD hat sich im deutschen Enthusiasten-Segment als klarer Marktführer etabliert.

X3D-Prozessoren dominieren die Rangliste

Innerhalb des AMD-Sortiments sind es vor allem die X3D-Modelle mit zusätzlichem 3D V-Cache, die das Kaufinteresse auf sich ziehen. Insgesamt wurden 325 X3D-Prozessoren verkauft, davon rund zwei Drittel mit der aktuellen Zen-5-Architektur. Die Rangliste im Einzelnen:

  • Ryzen 7 9800X3D: 120 Einheiten – meistverkaufte CPU der Woche
  • Ryzen 7 7800X3D: 110 Einheiten – günstiger Einstieg in X3D
  • Ryzen 7 5700X: 70 Einheiten – Preis-Leistungs-Tipp für AM4
  • Ryzen 7 9850X3D: 50 Einheiten – neuestes X3D-Modell

Der Ryzen 7 9800X3D führt die Rangliste trotz eines neuen Konkurrenten an. Im PCGH-Preisvergleich wurde er zwar jüngst vom Core Ultra 7 270K Plus verdrängt, doch in den Verkaufszahlen taucht Intels neues Modell noch nicht auf. Möglicherweise wird der Core Ultra 7 270K Plus in KW 14 oder den Folgewochen erstmals in der Statistik erscheinen.

Was steckt hinter dem 3D V-Cache-Erfolg?

Die Dominanz der X3D-Prozessoren ist kein Zufall. AMDs 3D V-Cache-Technologie stapelt zusätzlichen L3-Cache direkt auf den Prozessorkern und reduziert so die Latenz bei cache-sensitiven Workloads erheblich. Das Ergebnis: In Gaming-Benchmarks erzielt der Ryzen 7 9800X3D gegenüber dem Vorgänger Ryzen 7 7800X3D eine um rund 17 Prozent höhere Single-Thread-Leistung. In Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Microsoft Flight Simulator können die Frame-Raten um bis zu 20 Prozent steigen.

Der 9800X3D basiert auf der Zen-5-Architektur, taktet mit 4,7 bis 5,2 GHz und bietet 96 MB L3-Cache bei einer TDP von 120 Watt. Er unterstützt DDR5-6000 und PCIe 5.0 und ist damit auch für künftige GPU-Generationen gut aufgestellt. Laut Marktanalysten hält der 9800X3D im Q1 2026 einen geschätzten Marktanteil von 35 Prozent im Desktop-Gaming-Segment.

Intel im freien Fall

Auf der Intel-Seite sieht die Lage deutlich düsterer aus. Kein einziges Intel-Modell wurde in KW 13 mehr als zehnmal verkauft. Als einziger nennenswerter Vertreter des Sockels 1851 taucht der Core Ultra 7 265K auf. Alle anderen Intel-CPUs spielen in der Mindfactory-Statistik praktisch keine Rolle.

Dabei hat Intel zuletzt durchaus neue Produkte vorgestellt: Die Panther-Lake-Notebook-Chips wurden angekündigt, und auch im Desktop-Segment hat Intel nachgelegt. Doch die Kaufbereitschaft der deutschen Enthusiasten bleibt gering. Intels Probleme sind vielschichtig: Neben dem Imageschaden durch die Instabilitätsprobleme der 13. und 14. Generation fehlt es an einem überzeugenden Alleinstellungsmerkmal gegenüber AMDs X3D-Lineup.

Meistverkaufte CPUs bei Mindfactory – KW 13/2026 im Überblick

ModellArchitekturEinheiten (KW 13)Besonderheit
Ryzen 7 9800X3DZen 5 + X3D120Meistverkaufte CPU
Ryzen 7 7800X3DZen 4 + X3D110Günstiger X3D-Einstieg
Ryzen 7 5700XZen 370Preis-Leistungs-Tipp AM4
Ryzen 7 9850X3DZen 5 + X3D50Neuestes X3D-Modell
Core Ultra 7 265KIntel Sockel 1851max. 10Einziger Intel-Vertreter

Die Speicherkrise als Kaufbremse

Ein wesentlicher Faktor für die insgesamt schwachen Verkaufszahlen ist die anhaltende Speicherkrise. Seit Mitte 2025 explodieren die Preise für DRAM und NAND-Flash. Laut einem Preisindex vom Januar 2026 liegt der DDR5-Preisindex inzwischen rund 440 Prozent über dem Niveau von Mitte 2025. Ein 32-GB-DDR5-Kit, das im Juli 2025 noch für 181 Euro erhältlich war, kostet aktuell rund 837 Euro.

Die Ursache liegt im KI-Boom: Rechenzentren und Hyperscaler binden enorme Mengen an DRAM und High Bandwidth Memory für GPU-Cluster und große Sprachmodelle. Laut DRAMeXchange stiegen die Kontraktpreise für Server-DRAM von Ende 2025 bis Anfang 2026 um bis zu 90 Prozent. Die Marktforschungsgesellschaft IDC prognostiziert für 2026 einen PC-Preisanstieg von bis zu 8 Prozent im pessimistischen Szenario. Dell und Lenovo haben bereits Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent angekündigt.

Für viele Nutzer bedeutet das: Wer eine neue CPU kauft, muss gleichzeitig tief in die Tasche greifen, um passendes DDR5-RAM zu finanzieren. Das bremst die Kaufbereitschaft erheblich, selbst wenn die CPU selbst preislich attraktiv ist.

Ausblick: Wann entspannt sich der Markt?

Die Frage, wann sich der CPU-Markt erholt, hängt von mehreren Faktoren ab. Kurzfristig könnte der Core Ultra 7 270K Plus für etwas Bewegung sorgen, sofern er in den nächsten Wochen in den Mindfactory-Zahlen auftaucht. AMD plant mit dem Ryzen 9 9950X3D und weiteren X3D-Varianten weitere Veröffentlichungen, die das Interesse neu entfachen könnten.

Mittelfristig bleibt die Speicherkrise das größte Hindernis. Laut Branchenbeobachtern ist eine spürbare Entspannung am RAM-Markt erst dann zu erwarten, wenn neue Produktionskapazitäten greifen und die KI-Nachfrage nachlässt. Die DRAM-Fertigung soll laut Prognosen 2026 nur um etwa 5 Prozent wachsen – bei weitem nicht genug, um den Bedarf zu decken.

Für Kaufinteressierte bedeutet das: Wer eine leistungsstarke Gaming-CPU benötigt und nicht warten kann oder will, ist mit dem Ryzen 7 9800X3D oder dem Ryzen 7 7800X3D gut beraten. Wer hingegen flexibel ist, könnte von einem Abwarten profitieren, sobald sich die Marktlage entspannt und Komplettpakete aus CPU und RAM wieder zu vernünftigen Preisen erhältlich sind.

AMD setzt den Kurs – Intel sucht Anschluss

Die Mindfactory-Zahlen aus KW 13 sind mehr als eine Momentaufnahme. Sie zeigen strukturelle Verschiebungen im deutschen CPU-Markt: AMD hat mit seiner X3D-Strategie einen Nerv getroffen, der weit über den reinen Leistungsvergleich hinausgeht. Die Kombination aus Zen-5-Architektur, massivem L3-Cache und AM5-Plattform-Langlebigkeit schafft ein Ökosystem, das Käufer langfristig bindet.

Intel muss dringend reagieren. Panther Lake und der Core Ultra 7 270K Plus sind erste Schritte, doch ob sie ausreichen, um den Rückstand aufzuholen, bleibt abzuwarten. Solange AMD mit X3D-Prozessoren in Gaming-Benchmarks dominiert und gleichzeitig ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, wird es für Intel schwer, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Der deutsche Markt sendet ein klares Signal: Qualität und Leistung zählen – und derzeit liefert AMD beides zuverlässiger als die Konkurrenz.

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