Intel hat mit dem WHQL-Treiber 32.0.101.8629 vom 7. April 2026 eine bemerkenswerte Entscheidung dokumentiert: Die Arc Pro B70 und Arc Pro B65 werden darin ausdrücklich mit Gaming-Unterstützung aufgeführt. Keine Gerüchte, kein Leak – schwarz auf weiß in den Release Notes. Damit öffnet Intel eine Workstation-GPU offiziell für den Spielebetrieb.
Was Arc Pro B70 und B65 mitbringen
Intel hatte die beiden Karten bereits am 25. März 2026 als professionelle Xe2-GPUs für Content-Erstellung, Engineering und KI-Inferenz vorgestellt. Die B70 kommt mit bis zu 32 Xe-Kernen und 32 GB VRAM, das Intel-Referenzmodell startet bei 949 US-Dollar und ist seit Ende März verfügbar. Die B65 soll Mitte April über Partnerkarten folgen. Neu ist die treiberseitige Aufnahme in den regulären Gaming-Pfad – eine Entscheidung, die den Einsatzbereich beider Karten sichtbar erweitert.
Gerade die 32 GB VRAM und die Xe2-Basis machen die Karten für hybride Workloads interessant: Wer tagsüber mit KI-Modellen oder Rendering-Software arbeitet und abends spielen oder Spiele-Engines für Entwicklung und Visualisierung einsetzen will, bekommt mit diesem Treiber eine offiziell unterstützte Basis dafür.
Kein Consumer-Comeback, aber ein sinnvoller Schritt
Man sollte die Entscheidung trotzdem einordnen. Intel hat hier keine neue Spielerkarte vorgestellt und auch keine stille Rückkehr in den GeForce- und Radeon-Massenmarkt eingeleitet. Die Arc Pro B-Serie bleibt eine professionelle GPU-Linie – sie bekommt nun lediglich offiziell den Gaming-Pfad dazu. Der Unterschied zwischen „läuft jetzt offiziell“ und einem aggressiven Auftritt im Consumer-Segment ist weiterhin erheblich.
Technisch ist die Entscheidung dennoch logisch: Wenn Intel den größeren Battlemage-Ableger zuerst im Profi-Segment monetarisiert, wäre es beinahe fahrlässig, seine Gaming-Fähigkeiten künstlich brachliegen zu lassen.
Bekannte Probleme zeigen: Der Stack ist noch nicht fertig
Ganz ungetrübt fällt der Treiber nicht aus. Intel dokumentiert in den Release Notes offen bekannte Probleme: Auf Core-Ultra-Series-3-Systemen mit integrierter Arc-Grafik treten Abstürze in The Finals und No Man’s Sky auf, für Star Citizen wird ein möglicher Startabsturz genannt. Dass Intel solche Punkte transparent benennt, ist prinzipiell positiv. Es zeigt aber auch, dass der Treiber zwar breiter wird, die Plattformpflege deswegen aber noch lange nicht entspannt ist.
Pragmatisch, nicht romantisch
Treiber 32.0.101.8629 verbessert die Verwertbarkeit der Arc Pro B-Serie spürbar und ist ein interessantes Signal an alle, die Intels größeren Battlemage-Chip bereits abgeschrieben hatten. Die eigentliche Frage bleibt aber offen: Ob Intel daraus irgendwann ein echtes Consumer-Statement formt – oder ob Big Battlemage dauerhaft dort endet, wo RGB und Frametimes eher Beiwerk sind als Kerngeschäft.
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Quelle: Intel Arc Pro B70 und B65 bekommen offiziell Gaming-Support – Treiber 32.0.101.8629 macht es möglich

by BlackRabbitZ