Amazon verschiebt den breiten Launch seines Satelliten-Internetdienstes Leo. Statt wie ursprünglich für Anfang 2026 geplant, soll der Dienst nun in der zweiten Jahreshälfte für reguläre Nutzer verfügbar sein. Amazon-CEO Andy Jassy hat das in einem Brief an die Aktionäre bestätigt.
Stand des Projekts
In den vergangenen sieben Jahren hat Amazon mehr als 200 Satelliten für Leo — früher unter dem Namen Project Kuiper bekannt — ins All gebracht. Damit betreibt das Unternehmen aktuell das drittgrößte Netzwerk in der niedrigen Erdumlaufbahn. Die FCC hat Amazon eine Genehmigung für insgesamt 3.236 Satelliten erteilt. Zum Vergleich: Starlink von Elon Musk verfügt bereits über mehr als 10.000 aktive Satelliten.
Amazon hatte ursprünglich zugesagt, bis Juli 2026 die Hälfte der genehmigten Satellitenzahl in Position zu haben. Großunternehmen konnten bereits seit Ende letzten Jahres an einer Preview teilnehmen.
Was Leo leisten soll
Jassy kündigt mit dem weiteren Ausbau um tausende Satelliten deutlich bessere Verbindungsqualitäten an: Die Uplink-Leistung soll sechs bis acht Mal stärker werden, die Downlink-Geschwindigkeit soll sich verdoppeln — jeweils im Vergleich zu dem, was Kunden derzeit in der Preview nutzen. Außerdem verspricht Jassy niedrigere Kosten als die Konkurrenz sowie eine nahtlose Integration mit Amazon Web Services.
Ob Amazon damit ernsthaft gegen Starlink aufschließen kann, wird sich zeigen. Der Rückstand in der Satellitenanzahl ist erheblich — und Elon Musk baut das Netz parallel weiter aus.
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Quelle: Amazons Starlink-Konkurrent Leo kommt erst in der zweiten Jahreshälfte 2026

by BlackRabbitZ