Während Apple mit dem M5 Pro und M5 Max bereits neue Maßstäbe in der Chiparchitektur gesetzt hat, steht der M5 Ultra noch aus. Details zur internen Architektur des Workstation-Chips sind bislang kaum bekannt – doch pragmatische Überlegungen zur Chipentwicklung legen nahe, dass Apple auch beim M5 Ultra auf seinen bewährten UltraFusion-Prozess setzen wird.
Warum UltraFusion auch beim M5 Ultra wahrscheinlich bleibt
Der bekannte Analyst Fred the Frenchy widerspricht einem früheren Bericht, der dem M5 Ultra ein monolithisches Die prophezeite. Seiner Einschätzung nach wird Apple stattdessen zwei M5-Max-Einheiten über UltraFusion zu einem einzigen Chip verbinden – exakt dieselbe Methode, die bereits beim M3 Ultra zum Einsatz kam.
Die Logik dahinter ist wirtschaftlicher Natur. Apple hat UltraFusion inzwischen bei drei Workstation-Chips in Folge eingesetzt, jeweils mit messbaren Leistungsgewinnen bei CPU und GPU. Ein etabliertes Verfahren senkt die Produktionskosten und verbessert die Ausbeute – beides entscheidende Faktoren für eine Chip-Generation, die in hohen Stückzahlen gefertigt werden soll. Der UltraFusion-Interposer sitzt dabei zwischen den beiden M5-Max-Dies, die CPU- und GPU-Blöcke werden über Kupfer-zu-Kupfer-Direktbondierung verbunden.
Warum kein Cu-Cu-Bonding zwischen den Dies
Kupfer-zu-Kupfer-Direktbondierung ist eine kostspielige Fertigungsmethode. Apple setzt sie zwar innerhalb der einzelnen Dies ein, dürfte aber für die Verbindung der zwei M5-Max-Einheiten auf das günstigere und bereits erprobte UltraFusion-Verfahren zurückgreifen. Das ist keine technische Schwäche, sondern eine bewusste Kalkulation.
Fusion Architecture trifft UltraFusion – ein erstes Mal in Apple-Silicon-Geschichte
Was den M5 Ultra besonders macht, ist die Kombination zweier Architekturen in einem Chip. Die Fusion Architecture, die Apple mit dem M5 Pro und M5 Max eingeführt hat, erlaubt mehr CPU-Kerne bei höheren Taktraten bei gleichzeitig hoher Effizienz. Wird diese Architektur nun über UltraFusion doppelt zusammengeführt, entsteht erstmals in der Apple-Silicon-Geschichte ein Chip, der beide Ansätze vereint.
Für die Topkonfiguration des M5 Ultra wird ein 36-Kern-CPU in Kombination mit einer 80-Kern-GPU erwartet – Zahlen, die sich aus der konsequenten Verdopplung der M5-Max-Spezifikationen ergeben.
Nur noch ein Produkt wartet auf den M5 Ultra
Apple hat den Mac Pro aus dem Update-Zyklus gestrichen, sodass der M5 Ultra voraussichtlich ausschließlich im Mac Studio zum Einsatz kommen wird. Das vereinfacht die Produktionsplanung erheblich und dürfte Apples Entscheidung für die kostengünstigere UltraFusion-Lösung zusätzlich begünstigen. Ein konkreter Ankündigungstermin für den M5 Ultra steht bislang nicht fest.
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Quelle: Apple M5 Ultra: UltraFusion kehrt zurück – Kombination mit Fusion Architecture wäre ein Novum

by BlackRabbitZ